Haydn singt Heller
 
Das Programm ist eine Hommage an das lyrische Werk des Multikünstlers André
Heller. Nicht die schillernde Persönlichkeit des Wiener Künstlers steht im
Mittelpunkt sondern sein reichhaltiges musikalisches Schaffen. Neben
Klassikern wie "Die wahren Abenteuer sind im Kopf" oder "Gut ist´s, ein Narr
zu sein" stehen vor allem die Liebeslieder André Hellers im Vordergrund.
"Meine Kindheit war so
war ein Feuer aus Stroh.
Ich spür noch den Geschmack
bitter und süß."
Genie oder Gaukler? Dichter oder Scharlatan? André Heller ist einer der
immer polarisiert hat und immer polarisieren hat wollen. Er hat erprobt,
sich und andere, hat erfunden und wieder verworfen, geplant und wieder
eingerissen, hat leidenschaftlich für vieles gebrannt und ist ebenso
leidenschaftlich wieder erloschen.
Aus alledem wurde ein Oeuvre von großer Vielseitigkeit, Unbedingtheit,
Kompromisslosigkeit. Bitter und süß zugleich, nicht immer wohlgefällig zu
hören, aber immer packend, berührend, verwirrend, verlockend.
Tom Haydn, als Österreicher artverwandt, als Sänger und Interpret
wesensverwandt, erweckt Hellers Songs nach dessen Rückzug wieder zum Leben.
(Text: Barbara Bredow)